Die Glosse ist eine journalistische Stilform und eine mögliche Form des Kommentars.
Wie beim Kommentar wird eine gute Recherche des Themas vorausgesetzt.
Auch die Glosse stellt die Meinung des Autors dar.
Es gibt aber wesentliche Unterschiede zwischen Kommentar und Glosse:
Der Sachverhalt muss in der Glosse nicht unbedingt ausgeführt werden. Die eigene Meinung muss außerdem nicht mit Fakten unterlegt werden.
Der größte Unterschied liegt aber in der Schreibweise. Zum Wesen der Glosse gehört eine überspitzte Darstellung des Themas und der eigenen Meinung. Möglichst kurze und einfache Sätze sind zu empfehlen. Die eigene Meinung darf unverhohlen oder verhohlen mit viel Sarkasmus, Zynismus und Ironie dargestellt werden.
Auch rechtlich darf die Glosse mehr als der Kommentar. Kritik an einer Person oder einem Thema darf offen und aggressiv geübt werden. Aber auch in der Glosse gilt: Verunglimpfung und persönliche Beleidigungen sind nicht erlaubt.
Die Glosse darf auf keinen Fall zu lang sein, da sonst die Pointe verloren geht.
Die Glosse ist eine der anspruchsvollsten Textarten im Journalismus, kann, wenn sie gut geschrieben ist aber sehr lustig, spannend und interessant sein.
Ich habe zum Thema Weltuntergang sowohl eine Glosse, als auch einen Kommentar veröffentlicht. Daran könnt ihr die Unterschiede noch deutlicher erkennen.
Gute Literatur zum Thema ist z.B.:
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Freitag, 1. Juli 2011
Kommentar aus dem Fach Sportjournalismus
Diesen Kommentar über den Weltuntergang 2012 habe ich im Fach Sportjournalismus geschrieben:
Diese plagen seit jeher die Gesellschaft mit neunmalklugen Theorien und Dystopien. Suchen die Zukunft in Suppen, leeren Biergläsern und Kloschüsseln.
Ihr angeblich mystisches, unendliches Wissen wird neuerdings durch rassistisches und antisemitisches Gedankengut noch weiter ins Absurde getrieben.
Sogar die Kirche, nicht unbedingt für ihr rationales und logisches Wesen bekannt, hält Esoteriker für weltfremd.
Diese jedoch sagen Jahr für Jahr voller Erhabenheit einen Weltuntergang nach dem anderen vorher. Dabei beziehen sie sich auf Sternbilder und Planetenstellungen.
Dass die Sonnenposition, die an jenem 21. Dezember 2012 zu beobachten sein wird,
schon einmal vor 26.000 Jahren eingetreten ist, wird dabei ignoriert.
Ob die Welt damals auch untergegangen ist? Zeugen dürften mittlerweile schwer zu finden sein, selbst für Esoteriker.
Der Maya-Kalender soll ihnen diesmal aber endlich Recht geben, da er dasselbe Datum vorhersagt.
So ist die Entschuldigung bei Nichteintreten auch schon zurechtgelegt: Irgendein Menschlicher unter den Übermenschlichen hat den Kalender falsch interpretiert. Ein Ausweichdatum ist für das Jahr 2220 schon gefunden. Genügend Zeit also, um sich eine weitere haltlose Theorie einfallen zu lassen.
Doch egal ob Weltuntergang oder nicht: Da dieser wohl auch die Esoteriker auslöschen würde, werden wir uns nie anhören müssen: „Wir haben’s doch gewusst.“
Sportjournalismus: Wie schreibt man einen Kommentar?
Ein Kommentar ist eine journalistische Stilform. Er spiegelt die Meinung des Autors zu einem bestimmten Thema wider und soll dem Leser bei der Meinungsbildung helfen.
Das Thema muss gut recherchiert werden. Nur wer ausreichend Informationen zur Verfügung hat, kann sich auch eine Meinung bilden
Am Anfang des Kommentars wird der Sachverhalt bzw. das Thema ausreichend, aber nicht zu ausführlich dargestellt.
Der Autor sollte seine Meinung möglichst mit Fakten hinterlegen. Dabei ist wichtig, einen klaren Standpunkt zu haben und nicht zwischen Vor- und Nachteilen abzuwägen.
Eine entscheidender Aspekt des Kommentars ist die Süffisanz beim Schreiben. Ein Kommentar darf ruhig mit einem Augenzwinkern geschrieben werden. Im Gegensatz zur Glosse darf man jedoch nicht abdriften und sollte mit Sarkasmus und Ironie sparsam umgehen.
Verunglimpfungen sind im Kommentar nicht erlaubt. Wer eine Person zu negativ darstellt oder sie persönlich beleidigt, bekommt bei Veröffentlichung rechtliche Probleme.
Ein Kommentar sollte außerdem nicht zu lang sein. 30-40 Zeilen a 40 Anschläge sind ausreichend, solange Thema und Meinung ausreichend dargestellt werden und das Ende rund und schlüssig ist.
Aber egal, wie lang der Kommentar ist, wichtig ist, ein rundes und schlüssiges Ende zu verfassen und zum Punkt zu kommen.
Ein Beispiel für einen Kommentar könnt ihr unter dem Label „Sportjournalismus“ lesen.
Weitere Informationen zum Verfassen eines Kommentars sind in diesem Buch sehr gut aufgeführt:
Das Thema muss gut recherchiert werden. Nur wer ausreichend Informationen zur Verfügung hat, kann sich auch eine Meinung bilden
Am Anfang des Kommentars wird der Sachverhalt bzw. das Thema ausreichend, aber nicht zu ausführlich dargestellt.
Der Autor sollte seine Meinung möglichst mit Fakten hinterlegen. Dabei ist wichtig, einen klaren Standpunkt zu haben und nicht zwischen Vor- und Nachteilen abzuwägen.
Eine entscheidender Aspekt des Kommentars ist die Süffisanz beim Schreiben. Ein Kommentar darf ruhig mit einem Augenzwinkern geschrieben werden. Im Gegensatz zur Glosse darf man jedoch nicht abdriften und sollte mit Sarkasmus und Ironie sparsam umgehen.
Verunglimpfungen sind im Kommentar nicht erlaubt. Wer eine Person zu negativ darstellt oder sie persönlich beleidigt, bekommt bei Veröffentlichung rechtliche Probleme.
Ein Kommentar sollte außerdem nicht zu lang sein. 30-40 Zeilen a 40 Anschläge sind ausreichend, solange Thema und Meinung ausreichend dargestellt werden und das Ende rund und schlüssig ist.
Aber egal, wie lang der Kommentar ist, wichtig ist, ein rundes und schlüssiges Ende zu verfassen und zum Punkt zu kommen.
Ein Beispiel für einen Kommentar könnt ihr unter dem Label „Sportjournalismus“ lesen.
Weitere Informationen zum Verfassen eines Kommentars sind in diesem Buch sehr gut aufgeführt:
Donnerstag, 30. Juni 2011
Glosse aus dem Fach Sportjournalismus
Diesen Text habe ich im Fach Sportjournalismus geschrieben.
Unsere Aufgabe war es, eine Glosse zum Weltuntergang 2012 zu verfassen:
Der Weltuntergang als letzter Ausweg? Wenn man sich in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft umschaut, gar nicht mal so abwegig.
Im Sport zum Beispiel: Der Weltuntergang würde Michael Ballacks Chancen auf ein Comeback beim DFB offiziell unter null sinken lassen. Das sollte sogar er begreifen.
Der Weltuntergang scheint die einzige Möglichkeit zu sein, um Sepp Blatter vom Fifa Thron zu stoßen. Der könnte außerdem die WM Vergabe nach Katar rechtfertigen mit dem Satz: „Findet ja eh nicht statt“.
Zudem würde die Debatte um Stuttgart 21 zu einer befriedigenden Lösung kommen, die auch nach zig Millionen verprassten Euro finanziell zu verantworten wäre. Denn Geld spielt nach dem Weltuntergang wohl eine eher untergeordnete Rolle.
Und sogar Atomkraftwerke und deren Müll würden plötzlich einfach verschwinden und der gigantische Weltuntergang produziert außerdem genug Ökoenergie. Nicht für uns, aber vielleicht für andere.
Größter Gewinner wäre jedoch Roland Emmerich. Der Filmemacher ließ schon vor gefühlten Jahrhunderten ganze Welten mühsam erbauen, um sie dann auf dem Gerüst einer höchstwissenschaftlichen Story in wenigen Sekunden wieder imposant dem Erdboden gleichzumachen.
Er würde aufsteigen vom Hollywood-Spinner zum Propheten, auch wenn er davon nicht allzu viel hätte. Und er könnte sich in den letzten Momenten seines Lebens einen effektvollen Weltuntergang anschauen, den er selber nicht besser hätte inszenieren können.
Unsere Aufgabe war es, eine Glosse zum Weltuntergang 2012 zu verfassen:
Der Weltuntergang als letzter Ausweg? Wenn man sich in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft umschaut, gar nicht mal so abwegig.
Im Sport zum Beispiel: Der Weltuntergang würde Michael Ballacks Chancen auf ein Comeback beim DFB offiziell unter null sinken lassen. Das sollte sogar er begreifen.
Der Weltuntergang scheint die einzige Möglichkeit zu sein, um Sepp Blatter vom Fifa Thron zu stoßen. Der könnte außerdem die WM Vergabe nach Katar rechtfertigen mit dem Satz: „Findet ja eh nicht statt“.
Zudem würde die Debatte um Stuttgart 21 zu einer befriedigenden Lösung kommen, die auch nach zig Millionen verprassten Euro finanziell zu verantworten wäre. Denn Geld spielt nach dem Weltuntergang wohl eine eher untergeordnete Rolle.
Und sogar Atomkraftwerke und deren Müll würden plötzlich einfach verschwinden und der gigantische Weltuntergang produziert außerdem genug Ökoenergie. Nicht für uns, aber vielleicht für andere.
Größter Gewinner wäre jedoch Roland Emmerich. Der Filmemacher ließ schon vor gefühlten Jahrhunderten ganze Welten mühsam erbauen, um sie dann auf dem Gerüst einer höchstwissenschaftlichen Story in wenigen Sekunden wieder imposant dem Erdboden gleichzumachen.
Er würde aufsteigen vom Hollywood-Spinner zum Propheten, auch wenn er davon nicht allzu viel hätte. Und er könnte sich in den letzten Momenten seines Lebens einen effektvollen Weltuntergang anschauen, den er selber nicht besser hätte inszenieren können.
Über das Fach Sportjournalismus
Der Sportjournalismus ist ein Bestandteil meines Sportmanagement Studiums. Am EC Europa Campus in Mannheim, an dem ich studiere, ist Sportjournalismus eines der Hauptfächer dieses Studiengangs.
Unser Dozent, Kommentator beim Fernsehsender Eurosport, vermittelt uns hierbei Wissen und Fähigkeiten rund um die Themen Berichterstattung und Moderation. Wir müssen Texte verfassen, die wir vor der Kamera vortragen und Wettkämpfe verschiedenster Sportarten kommentieren. Zudem lernen wir in Sportjournalismus, Sendungen zu moderieren und an unserer Stimme, Betonung und Ausdrucksweise zu arbeiten. Zum Sportjournalismus gehört aber natürlich auch ausführliche Recherche, die wir anhand verschiedener Aufgaben immer weiter verbessern sollen.
Auch wenn das Fach Sportjournalismus heißt, werden jedoch auch Themen aus Politik, Unterhaltung und Geschichte behandelt.
In der Prüfung heißt die Aufgabe, vorgegeben Themen zu recherchieren, einen Text (z.B. Glosse oder Kommentar) dazu zu verfassen und ihn anschließend vor der Kamera als Moderator vorzutragen. Außerdem sollen verschiedene Fernsehszenen kommentiert werden.
Das Fach Sportjournalismus ist eines der spannendsten und interessantesten Fächer des Studiums. Denn auch wenn man nicht beim Radio oder Fernsehen arbeiten möchte, hilft es einem, selbstbewusster aufzutreten, sich besser auszudrücken und genau zu recherchieren.
Besonders empfehlenswert für das Fach Sportjournalismus ist folgende Literatur:
Unser Dozent, Kommentator beim Fernsehsender Eurosport, vermittelt uns hierbei Wissen und Fähigkeiten rund um die Themen Berichterstattung und Moderation. Wir müssen Texte verfassen, die wir vor der Kamera vortragen und Wettkämpfe verschiedenster Sportarten kommentieren. Zudem lernen wir in Sportjournalismus, Sendungen zu moderieren und an unserer Stimme, Betonung und Ausdrucksweise zu arbeiten. Zum Sportjournalismus gehört aber natürlich auch ausführliche Recherche, die wir anhand verschiedener Aufgaben immer weiter verbessern sollen.
Auch wenn das Fach Sportjournalismus heißt, werden jedoch auch Themen aus Politik, Unterhaltung und Geschichte behandelt.
In der Prüfung heißt die Aufgabe, vorgegeben Themen zu recherchieren, einen Text (z.B. Glosse oder Kommentar) dazu zu verfassen und ihn anschließend vor der Kamera als Moderator vorzutragen. Außerdem sollen verschiedene Fernsehszenen kommentiert werden.
Das Fach Sportjournalismus ist eines der spannendsten und interessantesten Fächer des Studiums. Denn auch wenn man nicht beim Radio oder Fernsehen arbeiten möchte, hilft es einem, selbstbewusster aufzutreten, sich besser auszudrücken und genau zu recherchieren.
Besonders empfehlenswert für das Fach Sportjournalismus ist folgende Literatur:
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