Donnerstag, 30. Juni 2011

Glosse aus dem Fach Sportjournalismus

Diesen Text habe ich im Fach Sportjournalismus geschrieben.
Unsere Aufgabe war es, eine Glosse zum Weltuntergang 2012 zu verfassen:


Der Weltuntergang als letzter Ausweg? Wenn man sich in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft umschaut, gar nicht mal so abwegig.
Im Sport zum Beispiel: Der Weltuntergang würde Michael Ballacks Chancen auf ein Comeback beim DFB offiziell unter null sinken lassen. Das sollte sogar er begreifen.
Der Weltuntergang scheint die einzige Möglichkeit zu sein, um Sepp Blatter vom Fifa Thron zu stoßen. Der könnte außerdem die WM Vergabe nach Katar rechtfertigen mit dem Satz: „Findet ja eh nicht statt“.

Zudem würde die Debatte um Stuttgart 21 zu einer befriedigenden Lösung kommen, die auch nach zig Millionen verprassten Euro finanziell zu verantworten wäre. Denn Geld spielt nach dem Weltuntergang wohl eine eher untergeordnete Rolle.

Und sogar Atomkraftwerke und deren Müll würden plötzlich einfach verschwinden und der gigantische Weltuntergang produziert außerdem genug Ökoenergie. Nicht für uns, aber vielleicht für andere.

Größter Gewinner wäre jedoch Roland Emmerich. Der Filmemacher ließ schon vor gefühlten Jahrhunderten ganze Welten mühsam erbauen, um sie dann auf dem Gerüst einer höchstwissenschaftlichen Story in wenigen Sekunden wieder imposant dem Erdboden gleichzumachen.

Er würde aufsteigen vom Hollywood-Spinner zum Propheten, auch wenn er davon nicht allzu viel hätte. Und er könnte sich in den letzten Momenten seines Lebens einen  effektvollen Weltuntergang anschauen, den er selber nicht besser hätte inszenieren können.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen