Die Glosse ist eine journalistische Stilform und eine mögliche Form des Kommentars.
Wie beim Kommentar wird eine gute Recherche des Themas vorausgesetzt.
Auch die Glosse stellt die Meinung des Autors dar.
Es gibt aber wesentliche Unterschiede zwischen Kommentar und Glosse:
Der Sachverhalt muss in der Glosse nicht unbedingt ausgeführt werden. Die eigene Meinung muss außerdem nicht mit Fakten unterlegt werden.
Der größte Unterschied liegt aber in der Schreibweise. Zum Wesen der Glosse gehört eine überspitzte Darstellung des Themas und der eigenen Meinung. Möglichst kurze und einfache Sätze sind zu empfehlen. Die eigene Meinung darf unverhohlen oder verhohlen mit viel Sarkasmus, Zynismus und Ironie dargestellt werden.
Auch rechtlich darf die Glosse mehr als der Kommentar. Kritik an einer Person oder einem Thema darf offen und aggressiv geübt werden. Aber auch in der Glosse gilt: Verunglimpfung und persönliche Beleidigungen sind nicht erlaubt.
Die Glosse darf auf keinen Fall zu lang sein, da sonst die Pointe verloren geht.
Die Glosse ist eine der anspruchsvollsten Textarten im Journalismus, kann, wenn sie gut geschrieben ist aber sehr lustig, spannend und interessant sein.
Ich habe zum Thema Weltuntergang sowohl eine Glosse, als auch einen Kommentar veröffentlicht. Daran könnt ihr die Unterschiede noch deutlicher erkennen.
Gute Literatur zum Thema ist z.B.:
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