Freitag, 1. Juli 2011

Kommentar aus dem Fach Sportjournalismus



Diesen Kommentar über den Weltuntergang 2012 habe ich im Fach Sportjournalismus geschrieben:

Am 21.12.2012 geht die Welt unter. Zumindest wenn man dem Kalender des indigenen Volkes der Maya glaubt. Oder der Interpretation des merkwürdigen Volkes der Esoteriker.
   
Diese plagen seit jeher die Gesellschaft mit neunmalklugen Theorien und Dystopien. Suchen die Zukunft in Suppen, leeren Biergläsern und Kloschüsseln.
Ihr angeblich mystisches, unendliches Wissen wird neuerdings durch rassistisches und antisemitisches Gedankengut noch weiter ins Absurde getrieben.

Sogar die Kirche, nicht unbedingt für ihr rationales und logisches Wesen bekannt, hält Esoteriker für weltfremd.

Diese jedoch sagen Jahr für Jahr voller Erhabenheit einen Weltuntergang nach dem anderen vorher. Dabei beziehen sie sich auf Sternbilder und Planetenstellungen.

Dass die Sonnenposition, die an jenem 21. Dezember 2012 zu beobachten sein wird,
schon einmal vor 26.000 Jahren eingetreten ist, wird dabei ignoriert.
Ob die Welt damals auch untergegangen ist? Zeugen dürften mittlerweile schwer zu finden sein, selbst für Esoteriker.

Der Maya-Kalender soll ihnen diesmal aber endlich Recht geben, da er dasselbe Datum vorhersagt.
So ist die Entschuldigung bei Nichteintreten auch schon zurechtgelegt: Irgendein Menschlicher unter den Übermenschlichen hat den Kalender falsch interpretiert. Ein Ausweichdatum ist für das Jahr 2220 schon gefunden. Genügend Zeit also, um sich eine weitere haltlose Theorie einfallen zu lassen.

Doch egal ob Weltuntergang oder nicht: Da dieser wohl auch die Esoteriker auslöschen würde, werden wir uns nie anhören müssen: „Wir haben’s doch gewusst.“

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