Montag, 4. Juli 2011
Alte Feuerwache in Mannheim
Diesen Artikel habe ich im Rahmen eines Projektes im Fach Journalistische Grundlagen geschrieben:
Vom Anzugträger bis zum Hardrocker
Alte Feuerwache beliebtes Ziel für Kulturinteressierte
Während sich in der Galerie einige Herren mittleren Alters zeitgenössische Fotokunst ansehen, tanzen in der Halle ein paar Meter weiter mehrere hundert Jugendliche zur Live-Musik einer Rockband. Im selben Gebäude.
Seit rund 30 Jahren bietet die Alte Feuerwache in Mannheim ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgruppen an. „Ob mit Krawatte oder St.-Pauli-Shirt, hier ist jeder willkommen“, sagt Geschäftsführer Siegfried Dittler.
Die Veranstaltungspalette reicht von Konzerten aller Musikrichtungen über Partys und Festivals bis hin zu Ausstellungen, Theaterstücken und Lesungen. Weitere Besonderheiten sind laut Dorothee Puhr, verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die zentrale Lage mit guter Verkehrsanbindung und die Architektur des Hauses.
Bis 1975 befand sich hier die Hauptfeuerwache der Stadt Mannheim und auch drei Jahrzehnte später ist das Gebäude sowohl von außen als auch von innen als solche zu erkennen. „Dieses Flair ist natürlich schon einzigartig“, ist sich Puhr sicher.
Über die Jahre ist die Alte Feuerwache zu einer der bedeutendsten Kulturinstitutionen der Region geworden. Rund 100 000 Menschen besuchen jedes Jahr die Veranstaltungen. Auch bei den Künstlern genießt sie einen guten Ruf. „Die Leute fühlen sich hier wohl. Es herrscht eine gewisse Künstlertreue“, meint Puhr.
So hat es die Alte Feuerwache geschafft, sich auch über die Region hinaus einen Namen zu machen. Auftritte von weltbekannten Gruppen wie Gossip oder Public Enemy bestätigen das. Neben solchen einmaligen Konzerten finden regelmäßige Veranstaltungen wie die Rockparty „Lautstark“ oder das jährliche Literaturfestival „Lesen.Hören“ statt.
Auch in Zukunft wollen die Verantwortlichen das Programm weiter ausbauen und sich an der Nachfrage orientieren. „Wir sind für alles offen und wollen uns weiterentwickeln. Zum Beispiel hat elektronische Musik in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Auf diesen Trend werden wir sicherlich eingehen“, erklärt Dittler. So werden wohl weiterhin tausende Besucher in die Alte Feuerwache strömen, ob mit Krawatte oder im St.-Pauli-Shirt.
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